Weiteres Ölleck im Golf von Mexiko
Posted by Hochstrasser Rene on 07/29/2010 12:11:28 PM | 0 Comments Blog, Natur
Im Golf von Mexiko ist ein erneutes Ölleck aufgetreten. Nach einem Unfall auf einer verlassenen Bohranlage vor der Küste des US-Staats Louisiana schoss eine Fontäne aus Wasser, Erdgas und Öl rund 30 Meter in die Höhe. Unterdessen teilte der Ölkonzern BP mit, die US-Börsenaufsicht SEC und das US-Justizministerium hätten Ermittlungen aufgenommen.

100 Tage nach Beginn der Ölpest im Golf von Mexiko kämpfen Einsatzkräfte dort gegen ein weiteres Ölleck: Vor der Küste des US-Staats Louisiana wurde nach einem Unfall eine verlassene Bohranlage aufgerissen. Ein Lastkahn rammte die Anlage im Mud Lake, und nach dem Zusammenstoß schoss eine Fontäne aus Wasser, Erdgas und Öl rund 30 Meter in die Höhe. Das Leck sei aber winzig im Vergleich zu dem, das durch die Explosion der Bohrplattform „Deepwater Horizon“ entstand, erklärten die Behörden.
Auf dem Wasser des Mud Lake, einer kleinen Ausbuchtung der Barataria Bay, bildete sich nach dem Unglück in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) ein knapp zwei Kilometer langer Ölstreifen. Einsatzkräfte legten schwimmende Barrieren aus, um eine Ausbreitung des Ölteppichs zu verhindern. Das Leck könnte bis zum (heutigen) Mittwochmittag geschlossen sein, sagte in örtlicher Behördensprecher.
Nach Angaben der Küstenwache zog ein Schlepper den Lastkahn hinter sich her, als dieser den Bohrlochkopf traf. Der Kapitän habe den ermittelnden Behörden erklärt, die Bohranlage sei nicht, wie vorgeschrieben, beleuchtet gewesen. Besitzer der Anlage sei das Unternehmen Cedyco Corporation mit Sitz im US-Staat Texas.
Durch den Unfall wurde der Schiffsverkehr in die Barataria Bay lahmgelegt. Die Fortsetzung der Aufräumarbeiten wegen der gigantischen Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko werde aber nicht behindert, hieß es. Wegen des Tropensturms „Bonnie“ mussten die Arbeiten kurzzeitig unterbrochen und die Einsatzkräfte in Sicherheit gebracht werden.
Barataria Bay, ein ökologisch besonders empfindliches Gebiet nahe New Orleans, wurde bereits durch das aus dem großen Ölleck mitten im Golf von Mexiko austretende Öl verschmutzt. In den vergangenen drei Wochen sei von dort aber kein Öl mehr angespült worden, teilten die örtlichen Behörden mit.
BP rechnet mit Anklage
Unterdessen teilte der Ölkonzern BP mit, die US-Börsenaufsicht SEC und das US-Justizministerium hätten Ermittlungen aufgenommen. Sie beträfen Sicherheitsfragen, die durch das Ölleck im Golf von Mexiko aufgekommen seien. Es sei möglich, dass das Justizministerium BP wegen Verstößen gegen das Zivil- oder Strafrecht der USA anklagen werde, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Ölkonzerns.
Bei der Explosion der „Deepwater Horizon“ am 20. April wurden elf Arbeiter getötet. Seitdem sind zwischen 360 Millionen und 700 Millionen Liter Öl ins Meer geflossen.
Quelle: Focus.de

100 Tage nach Beginn der Ölpest im Golf von Mexiko kämpfen Einsatzkräfte dort gegen ein weiteres Ölleck: Vor der Küste des US-Staats Louisiana wurde nach einem Unfall eine verlassene Bohranlage aufgerissen. Ein Lastkahn rammte die Anlage im Mud Lake, und nach dem Zusammenstoß schoss eine Fontäne aus Wasser, Erdgas und Öl rund 30 Meter in die Höhe. Das Leck sei aber winzig im Vergleich zu dem, das durch die Explosion der Bohrplattform „Deepwater Horizon“ entstand, erklärten die Behörden.
Auf dem Wasser des Mud Lake, einer kleinen Ausbuchtung der Barataria Bay, bildete sich nach dem Unglück in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) ein knapp zwei Kilometer langer Ölstreifen. Einsatzkräfte legten schwimmende Barrieren aus, um eine Ausbreitung des Ölteppichs zu verhindern. Das Leck könnte bis zum (heutigen) Mittwochmittag geschlossen sein, sagte in örtlicher Behördensprecher.
Nach Angaben der Küstenwache zog ein Schlepper den Lastkahn hinter sich her, als dieser den Bohrlochkopf traf. Der Kapitän habe den ermittelnden Behörden erklärt, die Bohranlage sei nicht, wie vorgeschrieben, beleuchtet gewesen. Besitzer der Anlage sei das Unternehmen Cedyco Corporation mit Sitz im US-Staat Texas.
Durch den Unfall wurde der Schiffsverkehr in die Barataria Bay lahmgelegt. Die Fortsetzung der Aufräumarbeiten wegen der gigantischen Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko werde aber nicht behindert, hieß es. Wegen des Tropensturms „Bonnie“ mussten die Arbeiten kurzzeitig unterbrochen und die Einsatzkräfte in Sicherheit gebracht werden.
Barataria Bay, ein ökologisch besonders empfindliches Gebiet nahe New Orleans, wurde bereits durch das aus dem großen Ölleck mitten im Golf von Mexiko austretende Öl verschmutzt. In den vergangenen drei Wochen sei von dort aber kein Öl mehr angespült worden, teilten die örtlichen Behörden mit.
BP rechnet mit Anklage
Unterdessen teilte der Ölkonzern BP mit, die US-Börsenaufsicht SEC und das US-Justizministerium hätten Ermittlungen aufgenommen. Sie beträfen Sicherheitsfragen, die durch das Ölleck im Golf von Mexiko aufgekommen seien. Es sei möglich, dass das Justizministerium BP wegen Verstößen gegen das Zivil- oder Strafrecht der USA anklagen werde, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Ölkonzerns.
Bei der Explosion der „Deepwater Horizon“ am 20. April wurden elf Arbeiter getötet. Seitdem sind zwischen 360 Millionen und 700 Millionen Liter Öl ins Meer geflossen.
Quelle: Focus.de