Thorens Reference
Posted by Hochstrasser Rene on 02/05/2013 03:56:47 PM | 0 Comments Blog, Studio
Ursprünglich als Messmaschine und Showobjekt konzipiert, wurden nur 100 Exemplare gebaut.
Der Name war Programm - der "Reference" stellte ein Laufwerk der Superlative dar, das mit Worten kaum zu beschreiben war.
Die Konstrukteure unter der Leitung von Gerhart Metzler, Gustav Kleis und Geschäftsführer Winfried Vogt hatten bei der Entwicklung
dieses Ungetüms freie Hand, der Preis spielte kaum eine Rolle. Die einzige Vorgabe war die Realisierung bestmöglicher Klangqualität.
Die Basis und das Subchassis dieses Ungetüms bestanden aus gegossenem
Aluminium. Speziell ausgeformte Hohlräume wurden mit Eisenschrot gefüllt, um
optimale Dämpfung zu erreichen. Um das hohe Gewicht aufzunehmen, wurde das
Subchassis an vier riesigen Kegelfedern aufgehängt. Jede einzelne Feder konnte
so justiert werden, dass das Subchassis mit Tonarm und Tonabnehmer
schwingungstechnisch eine optimale Einheit bildete (Resonanzfrequenz 1-5 Hz).
Bis zu drei Tonarme und zwei mit Servomotoren betriebene Tonarmlifts konnten
eingebaut werden. Der über 6 kg schwere Plattenteller wurde über einen Riemen
von einem elektronisch geregelten Drehstrommotor angetrieben. Um beste
Rumpelwerte zu erreichen, rotierte die aus Edelstahl gefertigte Plattentellerachse
im Ölbad eines Feststofflagers. Der "Reference" dürfte auch der schwerste
Thorens sein, der je gebaut wurde: Er wog ca. 90 kg! Jeder einzelne "Reference"
wurde von Hand hergestellt und konnte so auf die individuellen Wünsche seines
Besitzers (Tonarme, Farbgestaltung usw.) angepasst werden. Der Status, den der
"Reference" genießt, zeigt sich in den immens hohen Preisen, die mittlerweile für
dieses Laufwerk gezahlt werden.
Thorens Reference No. 99 (von 100)