19-Jähriger Festivalgast im Stausee gefunden

Eine erschütternde Nachricht erreicht uns von einem Open Air außerhalb der Trance-Szene:
Am Rande des SonneMondSterne-Festivals in Saalburg in Thüringen ist ein 19-Jähriger umgekommen.
Die Polizei fand die Leiche des Festivalgastes am vergangenen Mittwoch (13. August) im Stausee der Bleilochtalsperre, der an das Festivalgelände grenzt.

Es ist noch unklar, wie es zu dem Todesfall kommen konnte. Die Veranstalter drückten inzwischen ihr tiefes Bedauern aus.

Der 19-Jährige war am Sonntag aus dem Sanitätsstützpunkt des großen Elektronik-Festivals verschwunden, Freunde hatten ihn dorthin gebracht.
Aus dem Sani-Bereich entfernte er sich später unbemerkt. Laut Zeugenaussagen soll der 19-Jährige einige Zeit später im Nachbarort Kloster auf einem Zeltplatz gesehen worden sein. Eine groß angelegte Suchaktion des Roten Kreuzes und der Polizei blieb ohne Ergebnis. Am Mittwochmorgen konnte der Vermisste nur noch tot aus dem Bleilochstausee geborgen werden.

Wie es zum Unglück kam, ist momentan Gegenstand weiterer Untersuchungen, wobei die Polizei erklärte, dass bisher keine Hinweise auf eine Straftat vorliegen.

Den Uferbereich des Festivalgeländes sicherte nach Aussage der Veranstalter während der gesamten Party die thüringische Wasserwacht. In einer Pressemitteilung betonen die Organisatoren außerdem, dass für eine medizinische Erstversorgung ein Team von Rettungssanitätern auf dem Gelände gewesen sei, das im Notfall auch Zugriff auf Notärzte und Rettungshubschrauber hatte. 700 Einsätze habe das Rote Kreuz gehabt, meist wegen hitzebedingter Kreislaufbeschwerden sowie der “üblichen kleinen Festivalunfälle”. Elf Menschen mussten stationär behandelt werden, neun von ihnen hätten das Krankenhaus nach einer Untersuchung sofort wieder verlassen.