Am Schnalstaler Gletscher wurde im vergangenen Winter die „Kathedrale“ aus Eis und Schnee von dem amerikanischen Künstler Tim Linhart erbaut und für Konzerte mit einzigartigen Instrumenten aus Eis genutzt. Ein besonderes Projekt soll das Eis nun vor der Sommersonne schützen.


Über einer 15 Meter hohen natürlichen Eishöhle wurden zwei „Seitenschiffe“ errichtet und mit einer zwölf Meter hohen Kuppel überspannt. Um diesen einzigartigen Bau auch für die nächste Wintersaison zu bewahren, entschlossen sich die Schnalstaler Gletscherbahnen zu einem weltweit erstmaligen Experiment:

Um die Angriffsfläche für die Sonne möglichst gering zu halten, wurde das Gebäude mit einem 5000 Quadratmeter großen Flies überdeckt. „Erfahrungswerte für Derartiges gibt es weder bei uns noch beim Hersteller des Materials“, erklärt Helmut Sartori, Direktor der Gletscherbahnen.

Gespannt wartet man nun den Sommer ab, um zu sehen, ob der Eisdom “überlebt“ und im nächsten Winter wieder als einzigartiger Veranstaltungsort genutzt werden kann.

Wer sich das Ganze einmal aus der Nähe ansehen möchte: Die Sommersaison 2008 ist bereits gestartet. Der Skibetrieb auf dem Gletscher läuft zwischen 7.30 und 13 Uhr. Für Fußgänger fährt die Seilbahn bis 16.30 Uhr. Seit dem 21. Juni ist auch der Lazaunlift wieder geöffnet.