Progressive House


Progressive bedeutet in der Popmusik, vor allem im Rock schlicht: ganz besonders empfehlenswert, auch für Leute, die sonst nur ernste Musik hören und generell nicht fähig sind, Entscheidungen aufgrund ihres eigenen Geschmackes zu treffen. Nicht so in der elektronischen Tanzmusik. Progressive heißt eher fortschreitend als fortschrittlich – und das wird wörtlich genommen.




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Progressive House Geografie

Naja, wie man es nimmt… Angeblich wird die Bezeichnung Progressive House zuerst für Leftfields Song of Life, 1992, verwendet. Das lässt sich natürlich nicht belegen. Und deren Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich nicht fest an House-Genregrenzen hält.


Progressive House Galaxie

Nicht nur das. Progressive ist Progressive House insofern, als dass klassische Liedstrukturen aufgehoben werden und durch ein eigenes Modell ersetzt werden: behutsam wird der Track allmählich durch neue Zusätze ergänzt und erweitert, Sequenz um Sequenz den Ringen eines Baumkuchens gleich aufgetragen.


Progressive House Geräte

Progressive House ist liebevolles Genre-Mixing. Es gibt Dub-Bässe, Breakbeats, Weltmusiktrommelsequenzen – und trotz allem wird die Sache minimal, ruhig und – oft sogar – recht düster gehalten.


Progressive House Götter

Kein DJ hat sich allein dem Progressive House verschrieben. Es ist eine Spielwiese. James Holden etwa ist in allen entscheidenden Genres der elektronischen Tanzmusik zuhause und kommt nur gelegentlich vorbei. Sasha aus Wales hat sich dem Progressive House für seine Xpander EP 1999 zugewendet, zu ihm gehören John Digweed und Anthony Pappa. Deep Dish haben eine Ausgabe der Global-Underground-Compilations mit Progressive House gefüllt.


Progressive House Gegenwart und Zukunft

Für ein Genre der elektronischen Tanzmusik bereits recht alt, werden noch immer die Fahnen des Progressive House hochgehalten. Hut ab.

Quelle: http://www.elixic.de