„Neulich traf ich meine beste Freundin Luna. Sie gehört zur Gattung der Leuchtstabnutten aus Goa“. So oder so ähnlich könnte ein Buch anfangen. In der Nacht nach der Goa Party haben wir gleich ganze Sozialisationsstudien niedergeschrieben.


Arg übernächtigt und stark alkoholisiert sinnierten wir über die Mädchen mit Rosa Dreadlocks, die auf Indoorparties Barfuss im dicksten Dreck herumlaufen. Die haben 5 Zentimeter dicke Fußsohlen und suchen lieber ein Kehrblech im Dunklen, bevor sie auf die Idee kommen, Schuhe anzuziehen.

Die vielleicht bekannteste Leuchtstabnutte Deutschlands ist Cosma Shiva Hagen. Cosma Shiva, die alte Feiereule, hat mal ein Open Air gemacht. Bambule Soundsirup. Der deutsche Staat wollte damals aber zeigen wo wir hier sind, nämlich nicht in Goa. Der Staat ist gleich mal mit ein paar Hubschraubern aufgetaucht und hat die Party gesmashed. War ziemlich teuer. So Staatseinsätze gehen auf den Veranstalter. Damals zog sich et Cosma dann für den Playboy aus, damit sie die Rechnung von Vater Staat zahlen konnte. Soviel dazu.

Grundsätzlich gilt wohl: die Goa Parties dieser Republik sind überfüllt mit den Ergebnissen von Inzest auf Dörfern. Anders kann man sich dieses Dilemma einfach nicht erklären. Leuchtstabnutten sind im Dutzend abzugeben. Es gibt B-Ware Leuchtstabnutten ohne Schulabschluss und Topklasse Leuchtstabnutten mit Hauptschule 10B und drei Wörtern Englisch (Spirit, Peace und Sunshine). Ich habe mir überlegt, demnächst werden wir auch noch Kurse anbieten. „Apportieren von Leuchtstäben – Alle Klassen“ – oder so.

Die Leuchtstabnutte an sich ist also ein von Inzest geprägtes Wesen. Da fragt man sich, was dabei rauskommt, wenn solche Leute zuviel Acid nehmen. Menschen, die nicht einmal lesen können. Oder nicht verstehen können was die Wörter „Zwei Armbänder für 1 Euro“ zu bedeuten haben. Die Leuchtstabnutten von der Osterkreuzigung dachten „Geil, Happy Hour an der Garderobe, zwei Jacken für eine“. Meine Güte. Wer lesen und schreiben kann, ist im Vorteil.

Die Leuchtstabnutte ist also in erster Linie ein Knorpelkrustenweibchen. Das Knorpelkrustenweibchen des Knorpelkrustenvolkes. Die Knorpelkrustenweibchen kommen direkt mit künstlichem Hüftgelenk auf die Welt. Daher tanzen die Weibchen in einem seltsamen Wiegeschritt umehr und suchen ständig was „da oben“. „Da oben“ ist aber nichts. Da ist nur die Decke vom Laden. Mehr nicht. Die treffen aber auf der Tanzfläche Gott oder so. Meinen viele zumindest.

Die Knorpelkrustenweibchen tanzen also so, das man denken mag, sie haben einen Anfall oder so. Aber dann, ach dann sieht man: es ist dieser Goa Gendeffekt.

Natürlich gibt es auch Männchen beim Knorpelkrustenvolk. Ist ja klar. Die haben meist viel zu lange Haare und zeichnen sich durch noch viel schlimmer deformierte Gesichter aus, als die Weibchen. Tanzen tun die meisten genau so seltsam.

Hinzu kommt die traurige Sache, dass dieses seltsame Völkchen sich irgendwie ungerne wäscht. Deos sind was für Kapitalistenärsche, der Hippie von heute rennt ohne Schuhe durch Scherben und Kotze und nennt das dann alternativ. Ergo: irgendwie stinken die.

Beide tragen eine Art von Batikgewändern, die von Kindern in dunklen Höhlen unter dem Himalajamassiv genäht werden. Bob Marley Tapes werden dort im übrigen auch hergestellt. Das ist aber eine andere Geschichte.
Und: Leuchtstabnutten haben von Natur aus kein Sozialgefüge.

Das war die Sache mit den Leuchtstabnutten. Und nach dieser grausamen Nacht, mit all diesen Acidgeschwängerten Möchtegern Hippies, die keine Ahnung haben das Hinduismus und Buddhismus total verschiedene Dinge sind und die so Sätze sagen wie „Das ist halt mein Lebensweg, Du musst das akzeptieren. Ich lebe voll im Einklang mit der Natur“, da fragt man sich, ob denen keiner gesagt hat das Acid total Chemie ist. Aber egal. Die wissen es ja eh besser. Die verschenken Glückskekse und beschießen einen aus dem dunklen mit Seifenblasen aus einer Seifenblasenmethode. Das sind Menschen, die so druff sind, dass sie beim suchen der Garderobenmarke Schweißausbrüche bekommen. So wie wenn einer 50 Kilometer Marathon gelaufen ist. Im Stehen. Fürchterlich.

Es sind Menschen, die einem Zettel in die Hand drücken auf denen steht „Geld alleine macht nicht glücklich“. Und das während man versucht total die kapitalistische Leuchtarmbandnummer mit ihnen abzuziehen.

Wenn man dann am Ende doch den Break Even geknackt hat, schreit man „der Kapitalismus hat gesiegt“ in die vertrippte Menge und verschenkt noch rasch ein paar Armbänder auf denen steht „Bombenteppiche auf Hippies“.

Dann geht man nach Hause, säuft viel Schnaps, erklärt das Ende der Zivilisation, schreibt Bücher über Leuchtstabnutten und denkt sich: das nächste mal, ja das nächste Mal, da mache ich Garderobe auf einem Death Metal Konzert.

Quelle: jetzt.de