Camp Desertview, die Silvesterparty in Marokko, wurde von einem Todesfall überschattet.

Soweit uns der Veranstalter Sternenjäger informiert hat, fand man am 4. Januar in einem abseits stehenden Zelt einen Deutschen, der in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gemeldet war, tot in seinem Schlafsack. Laut Obduktion starb er an Herzversagen. Die Polizei hatte bei der Leiche keine Hinweise auf die Todesursache entdeckt, übrigens auch keine Drogen.
Uns wurde außerdem berichtet, drei Marokkaner seien auf dem Rückweg von der Party mit dem Auto tödlich verunglückt. Vom Sternenjäger, mit dem die Kommunikation bis Drucklegung schwierig war, weil er sich noch in Marokko befand, haben wir dafür keine Bestätigung bekommen.
So tragisch beide Geschichten sind, stellt sich trotzdem die profane Frage, ob die marokkanischen Behörden diese der gerade aufkeimenden dortigen Szene oder dem Veranstalter anlasten. Was genauso ungerecht wie denkbar wäre ... Nach der Party im Vorjahr hatte der Sternenjäger berichtet, es gebe in Marokko sehr viel Interesse an Trance.

Über die Party selbst schrieb er uns: „Leider hatten wir für mein Erwarten sehr wenig Gäste. Etwa 700 zahlende und weitere 300 bis 400 Gäste, die partout nicht zahlen wollten. Soundtechnisch waren wir wirklich gut, sieben Tage ohne Zwischenfälle der PA. Leider sind uns wieder sehr viele DJs in letzter Minute abgesprungen oder haben sich nicht einmal mehr gemeldet, um abzusagen. Das ist ein großes Ärgernis, mit dem wir im letzten Jahr schon zu kämpfen hatten. Die Dekoration wurde uns zum Großteil in Südspanien geklaut, und somit war es wieder eine einzigartige Improvisation wie – oder besser: wo man was nun herbekommt.“