In Goa und Hampi / November 2003
Posted by Hochstrasser Rene on 04/13/2008 06:08:49 PM | 0 Comments Blog, Reiseberichte
Von den rund zwei Dutzend weissen Sandstraenden, welche die Kueste des Bundesstaates Goa zieren, fiel unsere Wahl auf denjenigen bei Benaulim. Unterkunft fuer die naechsten sechs Naechte fanden wir in einer huebschen Hotelanlage unter Palmen und anderen tropischen Gewaechsen. In Benaulim hat der Tourismus zum Glueck (noch?) nicht Ueberhand genommen, viele Einwohner sind nach wie vor Bauern und Fischer.
Unser taeglicher Spaziergang zum und vom Strand fuehrte durch Reisfelder an aermlichen Huetten vorbei, aus denen jedesmal die selben kleinen Kinder sprangen und uns freudig die Haende schuettelten (sowie "Chocolate" riefen - ob man uns das Schweizersein so gut ansieht?).
Wir verbrachten friedliche und erholsame Tage mit Schwimmen im Meer, Essen von koestlichem Seafood und Betrachten von romantischen Sonnenuntergaengen.
Die Goaner sind lockerer und freundlicher im Umgang mit ihren Mitmenschen (und Touristen), als wir es bis jetzt in Indien erfahren haben, was sicher auch auf die ueber 400 Jahre waehrende portugiesische Herrschaft zurueckzufuehren ist, welche erst 1961 endete.
Die Portugiesen hinterliessen unter anderem den Katholizismus, sichtbar an den riesigen Kirchen und Kathedralen. Auf einem Tagesausflug erkundeten wir die Spuren der Kolonialzeit und der Inquisition, welche auch in diesem Erdteil gewuetet hatte.
Irgendwann zog es uns weiter, und wir fuhren per Eisenbahn nach Hampi im Bundesstaat Karnataka. An diesem Ort befand sich Vijayanagar, die Hauptstadt des maechtigsten Hindukoenigreiches im Dekkan-Hochland. Berichte aus dieser Zeit zeugen von Maerkten, die von Seide und Edelsteinen ueberquollen, reich geschmueckten Palaesten und rauschenden Festen. Heute faellt es schwer, sich die damalige Pracht vorzustellen, denn davon sind nur zahlreiche steinerne Ruinen uebrig. Einzigartig daran ist aber die wunderschoene Landschaft, ueber welche die Ueberreste der Stadt verteilt sind.
Per Fahrrad entdeckten wir die Umgebung, und von einem Huegel aus genossen wir den Blick ueber kurz vor der Ernte stehende, gelbe Reisfelder, gruene Bananenplantagen und riesige rote Felsbrocken. Dabei gesellte sich eine Gruppe junger Inder zu uns, und einer bat uns, seine blutende Zehe zu verarzten. Als Dank fuer ein bisschen Desinfektionsmittel und ein Pflaster bot er uns zwei Zigaretten an und konnte nicht verstehen, dass wir diese ablehnten. Schliesslich hiess er uns aufzustehen und drueckte uns einzeln heftig an sich. Auf der Rueckfahrt mussten wir einen Fluss ueberqueren, wofuer grosse Binsenkorb-Boote eingesetzt werden. So quetschten wir uns mit unseren Fahrraedern, einem Moped und zwoelf weiteren Passagieren in diese Schale und mussten uns alle schoen ruhig verhalten, damit das Gefaehrt nicht kippte. Trocken und gluecklich erreichten wir nach kurzer Fahrt das andere Ufer.
Heute Nacht geht unsere Reise weiter nach Mysore.
Wir wuenschen euch allen einen guten Start in den Advent - der Gedanke an Weihnachten erscheint uns hier ziemlich abwegig... :-)
Unser taeglicher Spaziergang zum und vom Strand fuehrte durch Reisfelder an aermlichen Huetten vorbei, aus denen jedesmal die selben kleinen Kinder sprangen und uns freudig die Haende schuettelten (sowie "Chocolate" riefen - ob man uns das Schweizersein so gut ansieht?).
Wir verbrachten friedliche und erholsame Tage mit Schwimmen im Meer, Essen von koestlichem Seafood und Betrachten von romantischen Sonnenuntergaengen.
Die Goaner sind lockerer und freundlicher im Umgang mit ihren Mitmenschen (und Touristen), als wir es bis jetzt in Indien erfahren haben, was sicher auch auf die ueber 400 Jahre waehrende portugiesische Herrschaft zurueckzufuehren ist, welche erst 1961 endete.
Die Portugiesen hinterliessen unter anderem den Katholizismus, sichtbar an den riesigen Kirchen und Kathedralen. Auf einem Tagesausflug erkundeten wir die Spuren der Kolonialzeit und der Inquisition, welche auch in diesem Erdteil gewuetet hatte.
Irgendwann zog es uns weiter, und wir fuhren per Eisenbahn nach Hampi im Bundesstaat Karnataka. An diesem Ort befand sich Vijayanagar, die Hauptstadt des maechtigsten Hindukoenigreiches im Dekkan-Hochland. Berichte aus dieser Zeit zeugen von Maerkten, die von Seide und Edelsteinen ueberquollen, reich geschmueckten Palaesten und rauschenden Festen. Heute faellt es schwer, sich die damalige Pracht vorzustellen, denn davon sind nur zahlreiche steinerne Ruinen uebrig. Einzigartig daran ist aber die wunderschoene Landschaft, ueber welche die Ueberreste der Stadt verteilt sind.
Per Fahrrad entdeckten wir die Umgebung, und von einem Huegel aus genossen wir den Blick ueber kurz vor der Ernte stehende, gelbe Reisfelder, gruene Bananenplantagen und riesige rote Felsbrocken. Dabei gesellte sich eine Gruppe junger Inder zu uns, und einer bat uns, seine blutende Zehe zu verarzten. Als Dank fuer ein bisschen Desinfektionsmittel und ein Pflaster bot er uns zwei Zigaretten an und konnte nicht verstehen, dass wir diese ablehnten. Schliesslich hiess er uns aufzustehen und drueckte uns einzeln heftig an sich. Auf der Rueckfahrt mussten wir einen Fluss ueberqueren, wofuer grosse Binsenkorb-Boote eingesetzt werden. So quetschten wir uns mit unseren Fahrraedern, einem Moped und zwoelf weiteren Passagieren in diese Schale und mussten uns alle schoen ruhig verhalten, damit das Gefaehrt nicht kippte. Trocken und gluecklich erreichten wir nach kurzer Fahrt das andere Ufer.
Heute Nacht geht unsere Reise weiter nach Mysore.
Wir wuenschen euch allen einen guten Start in den Advent - der Gedanke an Weihnachten erscheint uns hier ziemlich abwegig... :-)