Am 12. März wurde der Sozialwissenschaftler und Autor Günter Amendt bei einem tragischen Verkehrsunfall in Hamburg getötet. Bekannt geworden war er seit den 70er Jahren durch die Veröffentlichung zahlreicher Schriften und Studien zu Themen wie „Haschisch und Sexualität“, „Ecstasy und Co. Alles über Partydrogen“ oder „Die Legende vom LSD“.




Amendt galt als Vordenker der sexuellen Aufklärung und seit den 80er Jahren als scharfer Kritiker der aktuellen Drogenpolitik. Er wurde an einer Ampel wartend von einem Auto überfahren. Der Fahrer soll Medienberichten zufolge unter leichtem THC Einfluss gestanden haben.

Laut offizieller Pressemitteilung haben ein Großteil der aktiven Mitglieder des traditionsreichen Vereins Eve & Rave Berlin „den Beschluss gefasst, den Verein mit sofortiger Wirkung zu verlassen“. Da durch diese Maßnahme die kritische Mindestanzahl von Mitgliedern unterschritten wird, sei der Verein „nicht mehr existent“, wie auf dessen Webseite zu lesen ist. Hintergrund sei ein Missbrauch des Namens Eve & Rave e.V. Berlin, in dessen Zusammenhang „inakzeptable Informationspolitik“ betrieben worden sei. Die nunmehr ehemaligen Vereinsmitglieder setzen ihre Tätigkeit in der Freien Arbeitsgemeinschaft DrogenGenußKultur fort, die fortan auch Infostände durchführen wird. Die Webseite von Eve & Rave Berlin wird nicht mehr aktualisiert.

Verschiedene europäische Partyorganisationen sind derzeit damit beschäftigt, ein länderübergreifendes Informationssystem für Warnungen über „böse Pillen“ und andere gefährliche Substanzen im Zusammenhang mit Partydrogen zu entwickeln. Bereits aktiv ist das Informationsangebot Pill Reports, eine internationale Datendank, in welcher detaillierte Inhaltsanalysen von Ecstasytabletten einsehbar sind.