HR Giger

Der heute 66-jährige Schweizer Maler HR Giger wurde nicht nur für die Erschaffung des Alien-Monsters (1978) bekannt, für das er 1980 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Auch in den Filmen »Poltergeist II« und »Species« schocken seine Kreaturen durch den Film.


Sein Gesamtwerk ist die holistische Allegorie einer Personalunion von Salvador Dali, M. C. Escher und der surrealistischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts – perfektioniert in einer Seelenwelt der psychedelischen Kunst der späten 60er Jahre. Als er ein Junge war, bekam er einen Totenkopf geschenkt. Seitdem interessierte er sich für geheimnisvolle, mystische und magische Dinge. Er studierte Architektur und Industriedesign in Zürich. In den 60er Jahren lernte er die psychedelischen Surrealisten Ernst Fuchs, Arnulf Rainer und auch den Aktionisten Günter Brus kennen. In kurzer Zeit wurde er zum führenden Airbrush-Künstler der Welt. Er malte unzählige Bilder, schuf Fotomontagen, Plastiken und Skulpturen. Er schuf die Figur des Biomechanoiden, einer Mischung aus Mensch und Maschine, aus Natur und Technik – als eine schreckliche Utopie einer zukünftigen Androidengesellschaft. Auf der Ausstellung in Wien sieht man auch die komplette Kollektion der Harkonnenmöbel, ursprünglich für den Film »The Dune« erschaffen. Der Harkonnen-Cap-Stuhl ist ein schauriges Kunstwerk mit drei aufeinander gesetzten Totenschädeln, verbunden mit einem Space-Thron. Die mehr als 110 Exponate sind im Wiener Kunsthaus (Hundertwasserhaus) noch bis zum 1. Oktober zu sehen.