Downbeat
Posted by Hochstrasser Rene on 09/15/2013 03:59:58 AM | 0 Comments Blog, Genres
Downbeat
In der elektronischen Musik ist Downbeat oder Downtempo zunächst einmal nur ein Merkmal. Es geht um ein – vergleichsweise – langsames Tempo. Das sollte kein Grund sein, ein eigenes Musikgenre daraus zu machen. Ist es aber, weil es sich um etwas Besonderes im Rahmen der elektronischen Musik handelt. Hierzu muss ein Blick in die Geschichte geworfen werden. Lange spielt elektronische Klangkunst eine Randfigur in einer Abstellkammer der Avantgarde, die nur über eine Feuerwehrleiter zu erreichen ist, deren Sprossen nicht ganz zuverlässig halten. Elektronische Musik soll aufwühlen, fertigmachen, ein anderes Bewusstsein schaffen, vertreiben oder etwas ähnliches. Entweder signalisiert elektronische Musik eine kaputte Gesellschaft oder eine grauenhafte Zukunft. Noch in den 70er und 80er Jahren gibt es viele hervorragende Beispiele dafür.
Zeitgleich setzen sich in vielen Ländern Musikstile durch, die allein aus von Computern generierten Klängen bestehen. Hinzu kommt, dass die Musik nicht weiter in Nischen besteht, sondern Massen mobilisiert. Klar, denken die Alten, das ist Merkmal völlig verkorkster Gesellschaften. So einfach ist es jedoch nicht. Zunächst werden die Musikstile vornehmlich puristischer und schneller. In den USA ist das zum Beispiel im Chicago House und Detroit Techno zu beobachten. In New York hingegen wird bereits früh auf Downtempo gesetzt. Auch der deutsche Techno bis hin zum Schranz ist verdammt schnell. Die Möglichkeiten werden ausgetestet.
Elektrische Klänge verlieren jedoch ihre Schreckgespenstigkeit. Sie sind nicht mehr zwangsläufig mit etwas Negativem verbunden. Auf Jamaika weiß man das bereits früh, hier ist Dub der Weg, Kunst zu variieren, zu überarbeiten und neu zu gestalten. Die gesamte elektronische Tanzmusik zeigt es eigentlich – allerdings nicht für die, die weghören – dass sie genauso viel mit Spaß wie mit Frust zu tun hat. Sie ist Teil des Lebens und daher ist es selbstverständlich, elektronische Musik auch bei der Entspannung oder bei einem Dinner oder einer Dokumentation über Wüstenkrokodile zu hinterlegen. Es mag sein, dass dies vor 40 Jahren undenkbar gewesen ist, heute ist es selbstverständlich.
So existiert innerhalb der elektronischen Musik ein ganzer Bereich, der mit Downbeat zu umschreiben ist.
Zeitgleich setzen sich in vielen Ländern Musikstile durch, die allein aus von Computern generierten Klängen bestehen. Hinzu kommt, dass die Musik nicht weiter in Nischen besteht, sondern Massen mobilisiert. Klar, denken die Alten, das ist Merkmal völlig verkorkster Gesellschaften. So einfach ist es jedoch nicht. Zunächst werden die Musikstile vornehmlich puristischer und schneller. In den USA ist das zum Beispiel im Chicago House und Detroit Techno zu beobachten. In New York hingegen wird bereits früh auf Downtempo gesetzt. Auch der deutsche Techno bis hin zum Schranz ist verdammt schnell. Die Möglichkeiten werden ausgetestet.
Elektrische Klänge verlieren jedoch ihre Schreckgespenstigkeit. Sie sind nicht mehr zwangsläufig mit etwas Negativem verbunden. Auf Jamaika weiß man das bereits früh, hier ist Dub der Weg, Kunst zu variieren, zu überarbeiten und neu zu gestalten. Die gesamte elektronische Tanzmusik zeigt es eigentlich – allerdings nicht für die, die weghören – dass sie genauso viel mit Spaß wie mit Frust zu tun hat. Sie ist Teil des Lebens und daher ist es selbstverständlich, elektronische Musik auch bei der Entspannung oder bei einem Dinner oder einer Dokumentation über Wüstenkrokodile zu hinterlegen. Es mag sein, dass dies vor 40 Jahren undenkbar gewesen ist, heute ist es selbstverständlich.
So existiert innerhalb der elektronischen Musik ein ganzer Bereich, der mit Downbeat zu umschreiben ist.

Downbeat Geografie
Elektronische Downbeat-Musik wird weltweit produziert. Allerdings gibt es einige Hochburgen. Auf den Balearen zum Beispiel, wo sich auf Ibiza eine agile Clubkultur entwickelt hat – und in Wien. Kruder & Dorfmeister kommen daher und sind auch gleichzeitig mit Abstand die bekanntesten Vertreter.
Downbeat Galaxie
Häufig wird Downbeat auch als Chillout bezeichnet. Die Benennung ist hier relativ willkürlich. Diese Willkür wird zur Freiheit der Musiker, wenn es darum geht, welche Musikgenres in die eigene Musik einfließen. Jazz, Funk, Soul und Hiphop sind üblich, es ist erlaubt, was gefällt. Es kann kurze Samples geben, lange Vocalpassagen, die Sache kann auch von einem echten Orchester eingespielt werden (dann mogeln die elektronischen Musiker aber), als atmosphärische Grundlage führen Wege über Drum & Bass, Ambient, Hiphop-Beats oder sogar Bossa Nova.
Teilweise können selbstverständlich einzelne Tracks von Künstlern, die eigentlich einem anderen Genre zugeordnet werden, als Downbeat gelten. Triphop ist Downbeat.
Downbeat Geräte
Der Begriff Downbeat – da kommt es häufig zu Missverständnissen ist wesentlich älter als das Musikgenre. Er beschreibt eine Technik, die den Groove des Funk bestimmt, den Einsatz auf der eins. James Brown gilt hier als Pionier, aber auch in der jamaikanischen Musik ist es bereits länger üblich, die Betonung auf die eins im 4/4-Takt zu legen.
Downbeat Götter
Die Zeiten für Götter sind vorbei, die Jungs und Mädels geben sich einfach nicht dafür her. Bei einigen hat fast jeder schon einmal Sequenzen aus bestimmten Titeln mehrfach gehört, die Gesichter sind in der Regel nicht bekannt. Egal ob es sich um die Thievery Corporation aus den USA handelt oder um Peter Kruder und Richard Dorfmeister. Dazuzuzählen sind mindestens noch Ninja Tune aus Großbritannien, vielleicht Air aus Frankreich, Boozoo Bajou aus Nürnberg und Röyksopp aus Norwegen.
Downbeat Gegenwart und Zukunft
Es ist davon auszugehen, dass sich der Bereich des Downbeat ausdifferenziert und klarer voneinander abgegrenzte Genres entstehen. Vielleicht regt sich auch irgendwann jemand richtig darüber auf, dass der Begriff doppelt besetzt ist und findet eine geeignete Alternative.
Quelle: http://www.elixic.de