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HiNRG

Posted by Hochstrasser Rene on 09/15/2013 04:01:44 AM | 0 Comments Blog, Genres

HiNRG


Disco heißt in den 80ern eine Weile Hi-NRG (lautmalerisch für High Energy). Die Sache benötigt einen neuen Namen, nachdem Disco durch die 70er völlig verbraucht wirkt und vom Mainstream gepackt für den tanzenden Underground ungenießbar wird.


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Downbeat

Posted by Hochstrasser Rene on 09/15/2013 03:59:58 AM | 0 Comments Blog, Genres

Downbeat


In der elektronischen Musik ist Downbeat oder Downtempo zunächst einmal nur ein Merkmal. Es geht um ein – vergleichsweise – langsames Tempo. Das sollte kein Grund sein, ein eigenes Musikgenre daraus zu machen. Ist es aber, weil es sich um etwas Besonderes im Rahmen der elektronischen Musik handelt. Hierzu muss ein Blick in die Geschichte geworfen werden. Lange spielt elektronische Klangkunst eine Randfigur in einer Abstellkammer der Avantgarde, die nur über eine Feuerwehrleiter zu erreichen ist, deren Sprossen nicht ganz zuverlässig halten. Elektronische Musik soll aufwühlen, fertigmachen, ein anderes Bewusstsein schaffen, vertreiben oder etwas ähnliches. Entweder signalisiert elektronische Musik eine kaputte Gesellschaft oder eine grauenhafte Zukunft. Noch in den 70er und 80er Jahren gibt es viele hervorragende Beispiele dafür.

Zeitgleich setzen sich in vielen Ländern Musikstile durch, die allein aus von Computern generierten Klängen bestehen. Hinzu kommt, dass die Musik nicht weiter in Nischen besteht, sondern Massen mobilisiert. Klar, denken die Alten, das ist Merkmal völlig verkorkster Gesellschaften. So einfach ist es jedoch nicht. Zunächst werden die Musikstile vornehmlich puristischer und schneller. In den USA ist das zum Beispiel im Chicago House und Detroit Techno zu beobachten. In New York hingegen wird bereits früh auf Downtempo gesetzt. Auch der deutsche Techno bis hin zum Schranz ist verdammt schnell. Die Möglichkeiten werden ausgetestet.

Elektrische Klänge verlieren jedoch ihre Schreckgespenstigkeit. Sie sind nicht mehr zwangsläufig mit etwas Negativem verbunden. Auf Jamaika weiß man das bereits früh, hier ist Dub der Weg, Kunst zu variieren, zu überarbeiten und neu zu gestalten. Die gesamte elektronische Tanzmusik zeigt es eigentlich – allerdings nicht für die, die weghören – dass sie genauso viel mit Spaß wie mit Frust zu tun hat. Sie ist Teil des Lebens und daher ist es selbstverständlich, elektronische Musik auch bei der Entspannung oder bei einem Dinner oder einer Dokumentation über Wüstenkrokodile zu hinterlegen. Es mag sein, dass dies vor 40 Jahren undenkbar gewesen ist, heute ist es selbstverständlich.

So existiert innerhalb der elektronischen Musik ein ganzer Bereich, der mit Downbeat zu umschreiben ist.


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Chill-Out

Posted by Hochstrasser Rene on 09/15/2013 03:56:39 AM | 0 Comments Blog, Genres

Chill-Out


Ein Musikgenre, das Chill-Out heißt, gibt es nicht. Chillen heißt entspannen, sich beruhigen, und da das gerade nach besonderen Anstrengungen wichtig ist, befinden sich Entspannungsbereiche, Sitzgruppen, eigene Räumlichkeiten eigentlich überall dort, wo viel gezappelt (Slang (tot): getanzt) wird oder sich aus einem anderen Grund entspannt werden muss oder sich jemand entspannen will. Chill-Out hat sich als Begriff für jene Musik eingebürgert, die sich besonders gut eignet, wenn man entspannen will.


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New Beat

Posted by Hochstrasser Rene on 09/15/2013 03:49:13 AM | 0 Comments Blog, Genres

New Beat


Belgium – 12 Points. New Beat ist Belgiens Eintrag in das große Buch der europäischen Popgeschichte. Für die einen eine unangenehme Erinnerung an die frühen 90er Jahre und für die anderen eine segensreiche Erfindung. Ein Widerspruch, der nicht aufzulösen sein wird.


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Italo Disco

Posted by Hochstrasser Rene on 09/15/2013 03:47:16 AM | 0 Comments Blog, Genres

Italo Disco


Die frühen 80er. Der Punk ist tot, John Lennon ist tot, Elvis ist tot, Bob Marley ist tot, der Western ist tot, die Kennedys sind schon eine ganze Weile tot und Rimini ist als ultimatives Urlaubsziel der Deutschen schon lange gestorben. Eine neue Zeitrechnung beginnt und mit ihr sehen sich eine Reihe komischer Musiker veranlasst, die Bretter, die die Welt bedeuten, zu erobern – nein wartet: selbst die alten Bretter sind tot. Die Tanzfläche der Disco hat bereits einige Jahre gegenüber der Bühne erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Götter sind von ihrem Olymp herabgestiegen, um am Freitagabend auf dem Tummelplatz des Parketts die Identifikation der Massen mit ihnen zu erlauben. Da bleibt kaum Platz für die alten Kapellen. Synthesizer, Keyboards und Drumcomputer lassen die schwitzenden, kaputten Stars vergessen.



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Ambient

Posted by Hochstrasser Rene on 09/15/2013 03:45:24 AM | 0 Comments Blog, Genres

Ambient


Ambient ist ein schwammiger, sehr uneinheitlicher Begriff für verschiedene Formen der „Tonkunst“. Während heute bei Ambient vornehmlich von elektronischer Musik gesprochen wird, beginnt die Geschichte des Ambient in einer Zeit, in der von elektronischer Musik noch nicht so viel die Rede ist. Ambient steht für Klangexperimente, den Einbau von Umwelteinflüssen, etwa Industrie- und Verkehrgeräuschen, die Schaffung von Geräuschkulissen, bzw. einer Geräuschathmosphäre. In der Folge wird Ambient häufig von Musikern eingespielt und produziert, die ungemein experimentierfreudig und aufgeschlossen an Neuem arbeiten. Ambient kann sowohl für entspannende, der Athmosphäre eines Raumes schmeichelnde Musik stehen, in der gespeist und sich entspannt wird, ebenso kann Ambient verstören wollen.

Entscheidend für das Musikgenre Ambient sind die Arbeiten des Briten Brian Eno (Roxy Music), etwa Ambient I – Music for Airports von 1978. Wie bei vielen elektronischen Musikgenres wird auch hier auf die Protagonisten des Krautrock verwiesen, die in den späten 60ern und in den 70ern recht experimentelle, eigenwillige Musik spielen – und deren Einfluss heute häufig etwas überbewertet wird. Genauso wie der Krautrock wird auch Brian Enos Ambient zunächst kaum ernst genommen.

Seine Motivation, mit Musik Raum für Inspiration und das Nachdenken zu schaffen, spielt heute jedoch weiterhin eine große Rolle im Ambient. Aber Eno hat damit keine Definitionshoheit über das vielschichte Genre Ambient.


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Elektro

Posted by Hochstrasser Rene on 09/15/2013 03:43:38 AM | 0 Comments Blog, Genres

Elektro


Die elektronische Musik hat sich in der ganzen populären Musik des ausgehenden 20. Jahrhunderts derart breit gemacht, dass es unsinnig ist, sämtliche Strömungen, Ideen, Merkmale aufzuzählen – kann sich eh keiner merken. Eine gute Gelegenheit, einmal die Anfänge anzusehen, denn die sind besser als bei jedem anderen Musikbereich dokumentiert (ist ja noch nicht so lange her).

Eigentlich umfasst der Bereich der elektronischen Musik jedes Instrument, das an eine Steckdose angeschlossen wird. Supereigentlich sogar jede Form der Musik, die aus einer Box kommt. Wahlgesänge zum Beispiel gelangen Menschen fast grundsätzlich als elektronische Musik ans Ohr.

Bei uns hat sich ein anderer Begriff von Elektro eingebürgert. Die Gitarren einer Rockband gehören nicht dazu. Musik, von Computern generiert, Synthesizer, Samples hingegen schon. Das ist kompliziert. Noch komplizierter: wenn erwachsene Menschen sich über Elektro unterhalten, dann gehen sie meistens weit zurück in der Zeit (mindestens 30 Jahre) und suchen sich Pioniere, über die sie dann reden, weil es Pioniere sind, die sich zum Beispiel fragen, wie denn die Zukunft klingen mag. Elektro hat heute nicht viel mit Zukunftsfragen zu tun – da sind die Jungs mit ihrem NeoFolk wesentlich besser – die Zukunft der Pioniere ist jetzt und man kann sagen, dass sie mit ihren Überlegungen meist ziemlich daneben liegen.

Vor ungefähr dreißig Jahren hält die experimentelle, elektronische Musik (Elektronische Musik wird das eine Weile genannt) Einzug in die Populärmusik. Kraftwerk wird häufig genannt, wichtig ist jedoch auch Klaus Schulzes Tangerine Dream (Berliner Schule genannt)


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Goa * Psytrance

Posted by Hochstrasser Rene on 09/15/2013 03:37:49 AM | 0 Comments Blog, Genres

Goa


Goa – oder auch Psytrance oder Goatrance – ist ein Subgenre des Trance und, was seine Entstehung angeht, einzigartig. Eigentlich ist es mehr als eine Musikrichtung. Es ist – eine Lebenshaltung. Es ist das Paradies und zwar das eines Hippies, der a) zu viele Drogen genommen hat, b) zu lange in der Sonne gesessen hat und c) sich das leisten kann, weil er mit Neonfarben Millionen verdient.


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Progressive Trance

Posted by Hochstrasser Rene on 09/15/2013 03:33:39 AM | 0 Comments Blog, Genres

Progressive Trance


PROGRESSIVE TRANCE - wenn ein Musikgenre Progressive heißt, dann soll das heißen, dass die darunter zusammengefasste Musik in irgendeiner Form fortschrittlich bzw. fortschreitend ist. In der Regel ist das eine Verbeugung vor den Produzenten und Künstlern – und gleichzeitig ein sanfter Hinweis darauf, dass man beim Hören möglicherweise eine gewisse Zeit benötigt, um sich reinzuhören oder sogar darauf, dass man sich gar nicht reinhören kann oder soll.

Generell mag die Bezeichnung etwas unglücklich sein, da niemand immer fortschrittlich sein kann und was gestern einmal fortschreitend ist, ist morgen oft ein Rückschritt. Herrje.


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