Der "Vater" der halluzinogenen Droge LSD, Albert Hofmann, ist am gestrigen Dienstag im Alter von 102 Jahren in seinem Haus in Burg (Basel-Landschaft) verstorben. Auf der Suche nach einem Kreislaufstimulans experimentierte der Schweizer Chemiker vor dem 2. Weltkrieg mit dem Getreidepilz Mutterkorn und synthetisierte daraus Lysergsäurediethylamid (LSD). Weil die gewünschten Ergebnisse im Tierversuch aber ausblieben, verlor Hofmann zunächst das Interesse an der Substanz.
Das neue Kreislaufmittel, das Albert Hofmann suchte, wurde LSD nicht. Ein psychiatrisch wirksames Medikament schon, zumindest zeitweise. Nach einer langen Phase der Ächtung erlebt die Droge jetzt neue Wertschätzung als Arznei.
Auch mit 102 Jahren hat Albert Hofmann nur eine Erklärung für das, was damals geschah: "Das LSD ist zu mir gekommen, ich habe es nicht gesucht." Damals, das ist der Nachmittag des 16. April 1943. Hofmann, 37 Jahre alt und Chemiker des Schweizer Pharmakonzerns Sandoz, experimentiert im Labor mit dem Mutterkorn, einem auf Getreide gedeihenden Pilz. Dessen geheimnisvolle Kräfte werden seit tausend Jahren zur Herstellung von Arzneien und Ritualdrogen genutzt. Hofmann ist einem Kreislaufmittel auf der Spur. Mitten in der Arbeit wird er von wachsender innerer Unruhe und Schwindelgefühl erfasst. "Obwohl ich an peinlich sauberes Arbeiten gewohnt war, muss eine Spur der Substanz zufällig in meinen Körper gelangt sein."
In mehrere europäischen Ländern warnen offizielle Stellen inzwischen vor Glassplittern in Marihuana vom Schwarzmarkt. Laut Medienberichten haben sich in drei Fällen in Frankreich und Belgien Menschen beim Rauchen des verunreinigten Zeugs Atemwegserkrankungen zugezogen.
Der pharmakologische Wirkungs-mechanismus ähnelte dem von LSD und Meskalin. 2C-B bindet sich an Serotoninrezeptoren und verändert den Ablauf von Erregungsweiterleitungen im Hirn. Wie das genau funktioniert, und warum es dabei zu solchen mächtigen Wahrnehmungs- und Realitätsveränderungen kommen kann, ist noch nicht bekannt.
Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) ist auf ihrer Internetpräsenz mit einer bemerkenswerten Veröffentlichung in Erscheinung getreten. Auf www.bast.de wird auf Ergebnisse und Einschätzungen einer Studie zum Thema "Cannabis und Verkehrssicherheit" hingewiesen, die im Auftrag der Behörde erstellt und im Jahre 2006 weitgehend unbemerkt veröffentlicht wurde.