Wüstenritter

Halbzeit: Mehr als 30.000 "Burner" verteilen sich auf Art Cars in der Wüste Nevadas.

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Black Rock City ist eine temporäre Stadt aus Zelten und Wohnmobilen. Im Grundriss
ein Ring, hat sie einen Durchmesser von sechs Kilometern. In der Mitte des Rings
liegt die Playa. Sie ist reserviert für Kunstinstallationen: tagsüber gleißende Sonne,
Einöde, verrückt gekleidete Burning-Man-Besucher, nachts stimmungsvolles Licht.
Das Burning Man Festival hat seine Halbzeit erreicht: noch drei Tage ehe die Meter
hohe Statue feierlich verbrannt wird. Die Anzahl der Festivalteilnehmer hat sich
über Nacht verdoppelt und feiern verkleidet wie Statisten aus Mad Max ihre
Individualität, die Freiheit und die Kunst.


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Mehr als 30.000 "Burner" sind in Black Rock City angekommen – und verteilen
sich auf ihren Mutantenfahrzeugen, geschmückten Fahrrädern und
Trockensurfboards auf der rissigen Salztonebene Nevadas. Bis morgen wird die
Zahl der Menschen vermutlich auf 50.000 steigen.


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Der "Burning Man" ist heute ein Spektakel, das irgendwie an Goa, Love Parade,
Mad Max und Las Vegas erinnert, aber letztlich auch nur irgendwie - es ist ein
einzigartiges Event, wie es in diesem Ausmaß nirgendwo anders stattfindet. Der
hölzerne "Mann", um den herum erstaunliche Kunstinstallationen zum Thema
"Übergangsriten"
aus der trockenen Wüste wachsen, ist mittlerweile 24 Meter
groß. Am sechsten Tag wird er nach einem großen Feuerwerk verbrannt: der
Höhepunkt der Veranstaltung, begleitet von einer gigantischen, die ganze Nacht
dauernden Party.
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Millionen-Dollar-Geschäft
Das zum ersten Mal ausverkaufte Festival ist zum Millionen-Dollar-Geschäft
geworden, mit dutzenden festen Angestellten und ungezählten Freiwilligen, die im
Tausch gegen ehrenamtliche Arbeit umsonst dabei sein wollen. Die Veranstalter
zahlen dem Staat Nevada Gebühren für Polizeibereitschaft und Verwaltung. Dafür
gehen die Behörden gutmütig mit der verrückten Menge um. Die Ranger
patrouillieren hier und da, greifen aber nur im Ernstfall ein, etwa wenn Teilnehmer
allzu auffällig Drogen konsumieren. Black Rock City, wie die temporäre Kunststadt
sich nennt, ist schließlich kein Freistaat, auch wenn die Ablehnung von
gesellschaftlichen Regeln hier ganz obenan steht: Es lebe die Freiheit von Kunst
und Geist.


Weiterführender Link:
Viele Bilder und ein Blog mit News finden Sie auf der Homepage des Burning Man Festivals.





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